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#1

Demons & Wizards am 01.06.2019 im Z7

in Konzerte 02.06.2019 21:26
von Generalleer | 2.024 Beiträge

Bereits im Sommer 2018 wurde ein Konzert angekündigt, dass ich mir absolut nicht entgehen lassen konnte. Es geht hier um Demons & Wizards. Eine Band, die ich in meiner Jugend und im jungen Erwachsenenalter unglaublich gerne gehört habe.
Natürlich umso mehr, da sie in ihren Liedern auch die Dunkle Turm Saga von King thematisiert haben, welche noch immer meine Lieblingsbücher sind. Pflichtbesuch also.

Starten wir aber von vorne. Am 01.06.2019 ist nämlich der erste richtige Sommertag des Jahres, nachdem der Mai unüblich kalt und verregnet war. Für einen Wandersmann wie mich war der Mai also ideal. Der 01.06.2019 ist mit 30° aber schon mächtig warm. Umso mehr freue ich mich darüber, dass man im Z7 schon Teile der Summer Nights aufgebaut hat, was bedeutet, dass man vom Parkplatz aus gleich mal einen kleinen Umweg zum Gelände laufen muss.
Und entsprechend riecht es in der Halle heute eher wie in der Umkleidekabine des benachbarten St. Jakobstadions. Gott sei Dank ist mir das vollkommen scheissegal.

Es beginnen sehr pünktlich um 20 Uhr Asylum Pyre, eine mir bisher unbekannte Band aus Frankreich. Dabei gibt es die Formation wohl schon seit 2003.
Stilistisch fällt es manchmal schwer die Band einzuordnen. So schwanken die Lieder zwischen Metal, Hard Rock und haben auch mal in den Riffs Melodic Death Anleihen. Auf jeden Fall haben die Franzosen heute so richtig Laune auf Abrocken. Die gesamte Formation geht hier mit ordentlich Energie zu Gang und Frontfrau Oxy Hart weiß das Publikum sehr sympathisch in ihren Bann zu ziehen und punktet natürlich auch mit ihrer hervorragenden Stimme.
Die Lieder der Band überzeugen mich jedenfalls sofort und das schaffen nun nicht viele. Gefallen haben mir insbesondere das düstere „The Cemetery Road“, welches mit seinem Refrain und tollem Bass-Lauf sofort in den Kopf geht und „Sex, Drugs and Scars“. Bei letzterem trägt die ganze Band übrigens Sonnenbrillen. Mehr Rock `n Roll geht ja fast nicht.
Kurz: Es gefällt.

Aber eigentlich sind wir ja wegen Demons & Wizards hier. Etwa um 21 Uhr beginnt die Superstarkombo dann auch endlich mit ihrem Konzert. Sogar ein klein wenig Bühnenaufbau in Form von Friedhofskreuzen hat die Band aufgefahren. Das Z7 ist heute Abend vielleicht zur Hälfte gefüllt, was zwar einem selbst gut Platz lässt, jedoch für die Band natürlich nicht so toll ist.
Und so beginnt dann mit dem Intro der ersten Scheibe das Konzert. Bemerkenswert hier: Das Intro kommt nicht vom Band! Man hat sich einen Keyboarder geleistet, der die Einspieler auflegt und wummernde Gitarren und Drums werden tatsächlich gespielt. Die Überleitung zum zweiten Song „Heaven Denies“ ist quasi obligatorisch.
Auch wenn der Sound hier kurz nicht ganz sitzt, hat glücklicherweise der fähige Sound Mann etwa nach der Hälfte des Songs seine Regler da wo sie hin gehören und der Sound bleibt die nächsten 1 ½ h auf Top Niveau und kommt nahe an den Album Sound ran. Und Hallo bitteschön! Das erlebt man nicht so oft.
Etwa auch den ersten Song braucht die Band um ein wenig aufzutauen, dann sind aber alle mit vollem Elan am Werkeln. Hier können wir auch kurz mal drauf eingehen, wer denn hier überhaupt arbeitet:

Jon Schaffer an der Rhythm Gitarre und Hansi Kürsch am Mikro waren jetzt wenig überraschend.
An der Lead hat Jon seinen aktuellen Gitarristen von Iced Earth namens Jake Dreyer dabei. Marcus Siepen, der eigentlich bei Blind Guardian die Gitarre bedient, nimmt heute mal den Bass in die Hand. Ebenfalls von Blind Guardian dabei ist Fredrik Ehmke am Schlagzeug und für die Keyboards hat man Joost van den Broek von After Forever gewinnen können.
Also Iced Guardian halt und absolute Top Musiker auf der Bühne. Und das spürt man bei verflucht jedem Song. Den nicht nur der Sound sitzt wie ne Bud Spencer Schelle in den Nacken, auch die Performance der Musiker könnte nicht besser sein.
Mastermind Schaffer hat Spaß am Spielen, haut einem ein Riff nach dem anderen um die Ohren und spielt auch die akustischen Parts absolut fehlerfrei.
Hansi ist nicht nur in Top-Laune und nimmt sich Zeit mit dem Publikum zu scherzen, auch die gesangliche Performance ist über jeden Zweifel erhaben. So gut hab ich ihn jedenfalls noch nie gesehen. Seine Screams sind der Hammer und jeder Song wird mit Power vorgetragen, so dass die Lieder halt von der Qualität einer Studioproduktion nur wenig nachstehen.
Jake Dreyer an der Gitarre muss natürlich auch ordentlich arbeiten, da beim Songwriting viele Soli und Interludes mit viel viel Gefühl in die Songs gepackt wurden. Und die muss man live auch erst mal so spielen. Mr. Dreyer ist hiervon aber unbeeindruckt und haut kurzum eine geile Nummer nach der anderen raus.
Gleiches gilt auch für die anderen Musiker.

Und so nimmt ein wunderbarer Abend seinen Lauf. Bei nur 2 Alben im Backkatalog von D&W sind natürlich so gut wie alle geilen Songs mit von der Partie. Die Band packt sogar noch die Songs „Burning Times“ und „I died for you“ von Iced Earth und „Welcome to dying“ und „Valhalla“ von Blind Guardian drauf. Aber das gehört ja auch irgendwie dazu. Live muss ich aber sagen stinken die BG Songs ein wenig gegen die Iced Earth und D&W Songs ab. Gerade beim Drumming wie ich finde, da bietet das Werk von D&W sehr viel mehr Raffinessen und interessante Einlagen.

Highlight der Show sind natürlich noch die Balladen „Wicked Witch“, „Love`s tragedy asunder“ und „Fiddler on the Green“, erstere wird hauptsächlich von Hansi und Jon auf Barstühlen sitzend mit extrem viel Gefühl vorgetragen, unterlegt vom Pianospiel von Joost. Gänsehaut! Pur!

Auf jeden Fall wurden diese Songs vorgetragen:
1. Rites of Passage – Intro
2. Heaven Denies
3. Poor Man`s Crusade
4. Crimson King
5. Love`s tragedy asunder
6. Burning Times – Iced Earth Cover
7. Welcome to Dying – Blind Guardian Cover
8. Wicked Witch
9. Beneath these Waves
10. The Gunslinger
11. Terror Train
12. I died for you – Iced Earth Cover
13. Valhalle – Blind Guardian Cover
14. Tear down the wall
15. Gallow´s Pole
16. My Last Sunrise
17. Blood on my Hands – Zugabe
18. Fiddler on the Green – Zugabe

Spätestens nach Fiddler bin ich jedenfalls total geflasht von der unglaublichen Performance der Band und natürlich davon, fast alle geilen Songs dieser beiden Alben gehört zu haben, welche ich schon seit so vielen Jahren so gerne höre!

Hansi verspricht Gott sei Dank des Öfteren, dass die aufstrebende Band D&W das nächste Mal vielleicht nicht erst in 18 Jahren wieder auftaucht, sondern früher und dann Sold Out und ja hoffentlich mit neuem Material. Da hoffe ich doch gleich mal mit. Denn das war eines der besten Konzerte, die ich je erleben durfte (deswegen ist der Bericht auch so lang).

Und dann hab ich auch noch ein Plek von Mr. Dreyer fangen dürfen! Ich hab daheim dann erstmal 2 Bier trinken müssen, um das alles wirken und sacken zu lassen.

Heil dir Revolvermann!
Lange Tage und angenehme Nächte!


Open Fire!
zuletzt bearbeitet 02.06.2019 21:30 | nach oben springen

#2

RE: Demons & Wizards am 01.06.2019 im Z7

in Konzerte 04.06.2019 20:01
von primelfear81leer | 2.862 Beiträge

Saugeiler Bericht, vielen Dank Hörr General 😎🤘🏻👍🏻


No Poison in my Black!
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#3

RE: Demons & Wizards am 01.06.2019 im Z7

in Konzerte 05.06.2019 22:19
von fuckinhaennesStinkender Furz | 679 Beiträge

Sehr cool! Man liest raus dass es ein besonderer Abend für dich war!


En guter Bierdurscht isch halt was Herrlichs!!
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